Big-Band Konzert 2026

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Der Schulhof wurde zur Konzertbühne

Bei sommerlichen Temperaturen und bester Stimmung hat am Donnerstagabend das traditionelle Sommerkonzert unserer Schule zahlreiche Besucher in den Pausenhof des historischen Altbaus gelockt. Rund 350 Gäste erlebten vor der eindrucksvollen Fassade des Schulgebäudes ein abwechslungsreiches Programm mit Big Band, Orchester, Saxophonquartett und Chor. Die markante Architektur verlieh dem Konzert einen besonderen Rahmen und unterstrich die Atmosphäre dieses lauen Sommerabends. Unter der Leitung von Lars Groeneveld, Angelika Bogendörfer und Johannes Eismann zeigten die Big Band, das Saxophonquartett, das Orchester und der Gemischte Chor dabei eine große stilistische Bandbreite: Von Jazz-Klassikern wie „Take Five“ über Filmmusik aus „Fluch der Karibik“ bis hin zu modernen Titeln wie „Shallow“, „Radioactive“ oder „Clocks“ spannte sich der musikalische Bogen.

Während über dem Schulhof Mauersegler ihre Runden zogen und zwischen den Lavendelbeeten Bienen summten, wechselte das Programm immer wieder zwischen getragenen, nachdenklichen Passagen und schwungvollen, jazzigen Arrangements. Zahlreiche improvisierte Soli sorgten ebenso für musikalische Überraschungen wie die spürbare Freude der Musikerinnen und Musiker. Das Publikum ließ sich mehrfach zum Mitklatschen mitreißen und belohnte die Beiträge mit lang anhaltendem Applaus.

Einen besonderen Akzent setzte das „Big Band Concertino op. 9“ von Joel Biermann. Der Abiturient, der das Werk selbst komponiert und seiner Schule gewidmet hatte, dirigierte es selbst. Die Komposition wirkte wie eine musikalische Reise durch die Schulzeit: Auf einen verspielten Beginn folgten ruhigere, nachdenkliche Abschnitte, ehe sich das Werk zu einem optimistischen, fast feierlichen Schluss steigerte – eine Entwicklung, die sich durchaus als Weg bis zum Abitur verstehen ließ.

Einen ungewöhnlichen Kontrast bot die von Sarah Hiller, ebenfalls diesjährige Abiturientin, gestaltete Soundcollage zum traditionellen „Evening Rise“. Naturklänge, wiederkehrende rhythmische Elemente und musikalische Motive griffen den Pulsschlag der Natur auf und verbanden sich mit den Stimmen des Chores zu einer atmosphärischen Klanglandschaft.

Auch das Gesangsduo Emilia Mamat und Noah Weiß stellte sich mit „Shallow“ einer anspruchsvollen Aufgabe. Das bekannte Duett verlangt den Solisten sowohl stimmlich als auch emotional viel ab. Die beiden meisterten diese Herausforderung mit großem Engagement und bewiesen Mut, sich an dieses anspruchsvolle Werk heranzuwagen.

Ob Jazz, Filmmusik, Pop oder Chorliteratur – das Sommerkonzert zeigte einmal mehr die musikalische Vielfalt unseres Gymnasiums und bot dem Publikum einen stimmungsvollen Ausklang eines heißen Sommertages.

Barbara Hollfelder

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