Exkursion zur KZ-Gedenkstätte Dachau
Exkursion der 9. Klassen am 3. März 2026
Nach der ausführlichen Behandlung des Nationalsozialismus im Geschichtsunterricht besuchte die 9. Jahrgangsstufe am 03.03.2026 zusammen mit Herrn Molitor, Herrn Friday und Frau Eckert die KZ-Gedenkstätte Dachau. Das NS- Konzentrationslager bestand vom 22.03.1933 bis zum 29.04.1945. Es war zwar kein Vernichtungslager wie etwa das KZ in Ausschwitz, dennoch überlebten etwa 42.000 der 200.000 Inhaftierten durch Mord, Krankheiten oder Hunger diese Zeit nicht. Seit 1965 wird das Gelände als Gedenkstätte an die unzähligen Opfer verwendet.
Nach etwa zweieinhalb Stunden Busfahrt hatten wir Zeit, um die Ausstellung ,,Der Weg der Häftlinge“ zu besichtigen, welche sich im ehemaligen Wirtschaftsgebäude befindet. Dort erwarteten uns zahlreiche Informationen über die Geschichte des Nationalsozialismus, Gedenkstücke an die Inhaftierten, Geschichten als Audioversionen und erschütternde Bilder. Am Ende der Ausstellung befindet sich ein Gedenkraum mit Gedenktafeln und -steinen, die dazu dienen, an einzelne Opfer zu erinnern.
Anschließend folgte eine Führung, in der uns die Geschichte des Konzentrationslagers detaillierter erklärt wurde, wobei wir auch unser Vorwissen einbringen konnten. Nachdem wir erfuhren, dass das eigentliche Hauptgelände von den Häftlingen selbst erbaut wurde und das vorherige als Ausbildungsort für die gezielte Gewalt der Nationalsozialisten diente, ging es für uns in den Gang „der Bunker“. Bei Betrachtung der kleinen Zellen konnte man die Grausamkeit, die damals erfahren wurde, spüren. Hierbei ist uns besonders die Geschichte eines Forchheimers, dem Selbstmord angehängt wurde, in Erinnerung geblieben. Nach der Aufarbeitung seines Todes erwies sich der Suizid als Lüge, welche damals verwendet wurde, um seinen Mord zu vertuschen.
Danach besichtigten wir eine rekonstruierte Baracke, die uns die schlechte Schlafsituation der Insassen veranschaulichte und die Überlastung des KZs zeigte. Eine der 32 Baracken war ursprünglich für 200 Leute ausgelegt, gegen Ende lebten dort jeweils 2000 Menschen. Da die Inhaftierten sehr dicht aneinander oder teilweise aufeinander schliefen, breiteten sich Krankheiten schneller aus, die bei vielen zum Tod führten.
Auf dem Weg über das Hauptgelände sahen wir die katholische Todesangst-Christi-Kapelle, das Karmelitinnenkloster Heilig Blut, die evangelische Versöhnungskirche, die jüdische Gedenkstätte und die russisch-orthodoxe Auferstehungskapelle, welche erst nachträglich gebaut wurden. Diese dienen als religiöse Orte der Versöhnung und des Gedenkens an die zahlreichen Opfer.
Am Ende unserer Führung gelangten wir zu dem Krematorium und der Baracke X. Innerhalb dieses Hauses befand sich eine Desinfektionskammer, in der die Kleidung verstorbener Häftlinge desinfiziert wurde, damit neu Eingetroffene diese tragen konnten. An einen Aufenthaltsraum schloss sich, getarnt als ,,Brausebad“, eine Gaskammer an. Diese wurde allerdings nie für Massenmorde, sondern nur für Probedurchläufe der SS verwendet. Es folgte ein Raum mit vier Öfen, in denen die Leichen der zuvor ermordeten Häftlinge verbrannt wurden.
Nach der Führung hatten wir noch Zeit, um uns auf dem Gelände individuell verschiedene Orte genauer anzusehen.
Wir verließen die Gedenkstätte ziemlich aufgewühlt. Die bedrückte Stimmung machte sich auch auf der Rückfahrt bemerkbar. Allerdings ist diese Exkursion wichtig, damit die grausamen Taten der Nationalsozialisten nicht in Vergessenheit geraten und stets ein Mahnmal bleiben.
Nina Glaser 9b